Künstliche Zehengelenke

Mit zunehmender Entwicklungsarbeit im Bereich des Gelenkersatzes wurde in den letzten Jahren immer wieder der Versuch unternommen, künstliche Finger- und Zehengelenke zu implantieren, da hier ein ungeheurer Bedarf besteht.

Jeder Betroffene weiß, wie einschränkend es für die Dinge des alltäglichen Lebens ist, wenn schmerzbedingt die Hände nicht richtig benutzt werden können, oder aber wegen Verschleißes der Zehengelenke jeder kleine Weg zu einer großen Überwindung wird

Leider waren die Ergebnisse nach dem Einbau künstlicher Finger- und Zehengelenke sehr enttäuschend. Dies war zum einen bedingt durch eine schnelles Lockern der künstlichen Gelenke aber auch durch eine geringe Belastbarkeit, so dass die vor der Operation bestehenden Einschränkungen im wesentlichen gleich blieben oder durch die Operation noch verschlimmert wurden.

Seit einigen Jahren nun gibt es eine neue und sehr vielversprechende Entwicklung dieser Prothesen, die in verschiedenen Formen als Ersatz für Finger- und Zehengelenke verwendet werden. Dies war maßgeblich durch die Entwicklung einer sog. biokampatiblen implantierbaren Keramik (Zirkonkeramik beschichtet mit Biokeramik) bedingt, mit der der Erhalt der Beweglichkeit mit einem fixierten Implantat zu erreichen ist.

Diese künstlichen Gelenke nun werden mit gutem Erfolg implantiert und zeichnen sich durch entsprechende Haltbarkeit, vor allem Dingen aber festen Sitz im Knochen aus.

Fingergrundgelenk (proximaler Teil)

Fingergrundgelenk (distaler Teil)

Großzehengrundgelenk (proximaler Teil)

Großzehengrundgelenk (distaler Teil)

Röntgenbild eines rechten Vorfußes nach Implantation eines künstlichen Gelenkes (Großzehengrundgelenk) aufgrund eines ausgeprägten Hallux valgus in Verbindung mit einer fortgeschrittenen Gelenkarthrose.

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